Geliebte Leserin, geliebter Leser. Ja, so muss ich wohl schreiben, in meinem Zustand der Euphorie und Freude. Dein Feedback hat mich erreicht und froh gemacht. Danke. Was mich auch freut: Ich habe Aufnahme in den TREND 3/11 gefunden. Nach einem Interview mit der Redakteurin Vanessa Voss wurde ich als Seminaranbieter zum Thema Anti-Ärger tatsächlich erwähnt. Inmitten teurer und wichtiger Institute. Ohne dass ich dafür bezahlen oder Werbung schalten musste. In der Oststeirischen lesen Sie nun die besten, sofort anwendbaren Anti-Ärger Tipps! Ich bin gespannt, welche Ihnen am besten gefallen:
1.) Sie SELBST haben es in der Hand, wie heftig und wie lange Sie sich ärgern! Lernen Sie, sich als Verantwortliche - nicht als Opfer eines Aggressors - zu sehen, dann können Sie in vielen Situationen immer besser Kontrolle über Ihre Emotionen gewinnen. Fazit: Wenn Sie sich Gutes tun und Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Wohlbefinden hegen und pflegen, dann stärken Sie Ihre Ärgerabwehrkraft.
2.) Musik als wesentliches Mittel zur Stimmungsbeeinflussung: Nehmen Sie sich einen Tag Zeit und durchforsten Sie die Lieder, die Ihnen gefallen (haben), nach folgenden Kriterien: Anregend/aufpeitschend - belebend/ heiter/ freudvoll - traurig/sentimental, und Sie werden innerhalb kurzer Zeit eine Sammlung von Musikstücken besitzen, die Ihnen, nur Ihnen, in verschiedenen Stimmungslagen zur Seite steht. Nutzen Sie Ihre Musik bewusst, um sich damit aufzuheitern oder auch mal in der Sentimentalität zu versinken. Wirkt garantiert und viel besser als zufällig gehörte Musikprogramme aus dem Radio!
3) Missgeschick oder Provokation? In vielen Situationen ist es hilfreich, auf einen Auslöser, eine Person oder einen Vorfall erst nach einer kurzen Denkphase zu reagieren: Stellen Sie sich zuvor die Frage: „War es ein Missgeschick, eine Unachtsamkeit - oder war es eine bewusste Provokation?“ War es ein Missgeschick, könnten Sie ja froh sein, dass nicht mehr passiert ist - und war es eine Provokation könnten Sie sich überlegen: „Tu ich dem/der den Gefallen, quasi auf Knopfdruck in die Luft zu gehen? Das würde ja bedeuten, dass ich gerade so reagiere wie es gewollt ist. Nein, da mach ich nicht mit!“
4.) Kläranlage des Geistes: Schreiben Sie 10 Minuten alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt, was Sie ärgert und wie Sie sich dabei fühlen. Wirkt mit nahezu 100%iger Sicherheit und löst viele Probleme, noch bevor ich andere damit in Grund und Boden reden (oder schreien) muss.
5.) Der Umfeld - Effekt für Menschen, die dauernden Ärger-Situationen ausgesetzt sind: Suchen Sie ganz bewusst die Gesellschaft von Menschen, die offen und wertschätzend miteinander umgehen. Meiden Sie Tratsch- und Klatsch- Gesellschaften für einige Zeit und verbringen Sie Ihre wertvolle Lebenszeit mit positiven Personen. Das Umfeld färbt immer (auch wenn wir es gar nicht wollen) auf uns ab.
6.) Wenden Sie die Strategie der drei stärkenden und entgiftenden Gefühle an: Verzeihen, Dankbarkeit, Heiterkeit/Lachen; versetzen Sie sich in Situationen, in denen Sie sich in diese Gefühlswelten begeben können. Ein unschlagbar effizientes Mittel dazu ist das Verfassen eines kleinen Dankbarkeiten-Kärtchens, das Sie in Situationen höchsten Ärgers hervorholen können und mit dem Sie sich sofort deutlich entspannen.
7.) Entscheiden Sie sich dafür, Ärger zu verarbeiten. Einmal mit einer Vertrauensperson besprochen, und dann abgehakt! Alle Methoden, die Aggression auszuleben, die Ärger-Situation möglichst Vielen mitzuteilen und sich immer wieder mit dem Auslöser des Ärgers zu beschäftigen, schaden dem eigenen Immunsystem, schädigen auch das Nervenkostüm anderer und verbinden Sie immer wieder aufs Neue mit dem Ärger-Auslöser. Lassen Sie stattdessen die Situation los (indem Sie sie akzeptieren) und geben Sie ihrem Körper (und ihrem Geist) die Möglichkeit, sich anderweitig auszutoben. Sportlich zum Beispiel.
Ja, und wenn Sie es zur Meisterschaft im Nicht-Ärgern gebracht haben, dann zeigen sie es nicht zu deutlich. Man könnte es Ihnen als Arroganz auslegen...
Ihr Hannes W. Felgitsch © HWF3/11
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